Wenn Sie ein Trauma erlitten haben, sollten Sie wissen: es ist normal auf unnormale Situationen gefühlt unnormal zu reagieren.

Ein Trauma ist eine Verletzung oder Wunde, die behandelbar ist.

Schwerpunkt und Dauer hängen von der Art der Traumatisierung ab. Handelt es sich um ein „Monotrauma“ – ein einmaliges schlimmes Erlebnis wie ein Unfall oder um „komplexe Traumatisierung“, d.h. häufige, massive, länger andauernde oder biografisch frühe Gewalterfahrungen, so ist die Vorgehensweise unterschiedlich. Zunächst geht es jedoch um die Stärkung von Ressourcen, Selbstfürsorge, Stärkung von Grenzen. Es geht um Stabilisierung im Hier und Jetzt.

Das alles gehört in die s.g. Stabilisierungsphase, die Monate oder auch Jahre dauern kann.

Wir haben ein kompetentes Team von Traumaberaterinnen und Traumatherapeutinnen, die hier helfen können.

Die nächste Phase übernehmen dann die Traumatherapeutinnen mit der Bearbeitung der eigentlichen Traumata, der Expositionsphase. Verschiedene Methoden wie Bildschirmtechnik, EMDR oder TRIMB helfen bei der Durcharbeitung.

In der abschließenden Integrationsphase wird das Erlebte in die eigene Lebensgeschichte integriert und abgeschlossen. Dazu gehört die Fähigkeit zu trauern, sich selbst Trost zu geben, die Auseinandersetzung mit Sinnfragen oder dem Thema Schuld. Häufig spielt in dieser Phase Spiritualität eine wichtige Rolle.

Ziel der Traumaarbeit ist es, „das Schwere leicht zu machen“ (Dr. Ellen Spangenberg) und diese schwere Erfahrung ins Leben zu integrieren.

In Kooperation mit dem Fonds sexueller Missbrauch unterstützen wir Betroffene, die als Minderjährige sexualisierte Gewalt erlitten haben, bei der Antragstellung von Leistungen zur Minderung der Folgen.

https://www.fonds-missbrauch.de/


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