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Seit fast 50 Jahren machen sich junge Christinnen und Christen auf eine Reise, die sie persönlich und ihr Umfeld nachhaltig verändert. Als Volontäre bauen sie in Israel Brücken der Versöhnung. Sie setzen sich mit selbstlosem Einsatz bewusst für Menschen mit Beeinträchtigungen, Senioren, Pflegebedürftige, Menschen im Autismusspektrum ein. Unter diesen sind auch Überlebende der Shoa. Viele kleine Brücken werden zueinander gebaut.

Der Einsatz der Volontäre geschieht ganz praktisch und klein im Alltag: Da ist es das offene Ohr, das dringend benötigt wird. Da ist es die Hand, die gehalten wird. Da ist das Lächeln, das aufmuntert. Gesten der Unterstützung, die nichts kosten und so einfach scheinen. Doch sie geben den Bedürftigen ein Gefühl von Wertschätzung, Annahme und Selbstwertgefühl. Und dies hat eine große Auswirkung auf die israelischen Mitarbeitenden in den Einsatzstellen.

Elias Möller ist einer von derzeit 13 Volontären, die trotz Pandemie letztes Jahr ausreisen konnten. Er engagiert sich in einem Tageszentrum für Senioren mit Behinderungen und erlebt dies so:

„Als ich im November meinen Dienst begann, spürte ich eine leicht skeptische Haltung von den israelischen Mitarbeitenden. Ein Kollege war sehr zurückhaltend und erschien mir gegenüber wenig herzlich. Doch durch die Zusammenarbeit ist er wie aufgeblüht und hat uns mehrmals versichert, dass er überaus froh ist, dass wir da sind und dass wir sein Leben ein wenig verschönert haben. Die Senioren und auch unser Chef begegnen uns inzwischen mit sehr viel Wertschätzung und haben uns wärmstens gebeten, unseren Dienst hier zu verlängern. Was alle Volontäre hier mit großer Freude tun. Diese Zeit hier wird uns wirklich zum Segen. Wir konnten schon zahlreiche Fortschritte bei den Senioren beobachten. Wir haben uns gegenseitig sehr ins Herz geschlossen.“

Neben solch praktischen Erfahrungen in der Arbeit setzen sich die Volontäre häufig mit persönlichen Themen auseinander: Welchen Einfluss hat das Jahr auf meine Beziehung zu Jesus? Wie wird meine Beziehung zum Land Israel und zum Judentum geprägt? Welche langfristigen Folgen haben die Erlebnisse hier auf meine Beziehungen und Haltungen? So ein Jahr mit „Dienste in Israel“ wird die Volontäre nachhaltig prägen und zukünftige (Lebens-) Entscheidungen beeinflussen.

Ein großer Dank gilt daher allen, die sich engagieren, die Arbeit von Dienste in Israel unterstützen und selbst mit Brücken bauen – auch in Deutschland.

Für den kommenden Herbst stehen 20 Volontäre bereit, die ausreisen möchten, um eben diese Erfahrungen zu machen. Wir hoffen und beten, dass die politische sowie pandemische Lage dies erlaubt.

Cornelius Schneider – Kommissarische Leitung Dienste in Israel

Kirchröder Str. 46
D-30559 Hannover
Telefon: 0511 / 954 9860
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