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Die UN-Kommission für Umwelt und Entwicklung beschreibt Nachhaltigkeit als „Befriedigung der Bedürfnisse der Gegenwart ohne dabei zu riskieren, dass die Bedürfnisse künftiger Generationen nicht mehr befriedigt werden können“. Dabei gibt es eindeutige Zeichen, die den Einfluss unserer jetzigen Bedürfnisbefriedigung auf die Umwelt erkennen lassen und die die nachfolgende Generationen vor große Herausforderungen stellen wird.

Viele dieser Indikatoren lassen sich auf Beratungsgespräche übertragen. Wir haben es vielleicht nicht mit Erderwärmung, dafür aber mit erhitzten Gemütern; nicht mit Artensterben, aber mit Trauer und Verlust und auch (häufig nach traumatischen Erfahrungen) mit dem Gefühl des inneren Todes, dem Gefühl der Gefühllosigkeit zu tun. Luftverschmutzung ist eher auf ein vergiftetes Klima innerhalb von Beziehungen zurückzuführen und so manche persönliche Ressourcenausbeutung endet im Burnout. In Beratungssituationen wollen wir Veränderungsprozesse begleiten, um Heilung zu ermöglichen, inneren Frieden wieder herzustellen, Kräfte zu wecken und neuer Hoffnung Raum zu geben. Den eigenen inneren und äußeren Konfliktfeldern auf die Spur zu kommen, bedeutet auch achtsam mit sich und zu sich selbst zu sein. Wer eigene Verletzungen erkennt und auf seine Bedürfnisse achtet, wird diese nicht durch oberflächliches ressourcenvernichtendes „Haben-müssen“ befriedigen wollen. Wo ein ehemals vergiftetes Klima bereinigt ist, ist auch wieder ein Miteinander möglich.

Viele in unserem Beratungsteam glauben an den einen Gott, der die Herzen sieht und der weiß, wonach der Mensch sich sehnt. Weil wir wissen, dass unsere eigene Geduld, Kraft, Liebe und Weisheit endlich ist, und weil wir von diesem Gott wissen, ist es uns immer wieder ein Anliegen, in unseren Teamsitzungen und Andachten vor Gott im Gebet für Gäste der Beratungsstelle einzutreten. Ihnen und uns sagt er zu: Immer werde ich, der HERR, dich führen. Auch in der Wüste werde ich dich versorgen, ich gebe dir Gesundheit und Kraft. Du gleichst einem gut bewässerten Garten und einer Quelle, die nie versiegt (Jes. 58, 11 nach HfA).

Gottes Segen wirkt nachhaltig. Wenn ich IHM den Vortritt lasse, wirkt auch das, was ich tue, nachhaltig. „Friday“ und an jedem anderen Tag!

Horst Weichert, Leiter der Beratungsstelle am Kirchröder Turm

 

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